Fachtagung Ernährungsbildung 2018
Wir sind doch nicht aus Zucker! Kinderernährung in Bewegung

Lachendes Kind mit Regenschirm

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Die Fachtagung Ernährungsbildung des Netzwerks Junge Eltern und Familien findet am Montag, 8. Oktober 2018, im Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck statt. Die Referenten informieren über die Zusammenhänge des Zuckerkonsums sowie den Einfluss der Bewegung auf die Kinderernährung.

Erzieherinnen, Erzieher, Fach- und Führungskräfte in Betreuungseinrichtungen sind genauso wie junge Eltern mit Fragen zur Ernährung konfrontiert. Die öffentliche Diskussion und unterschiedliche Meinungen spielen dabei eine Rolle. Nicht immer ist sofort erkennbar, was wissenschaftlich fundiert ist. So wird in der Debatte um Zucker einerseits von "purem Gift" gesprochen, andererseits von "purer Energie". Was ist richtig?
Dokumentenservice für Teilnehmer
Bis 28. November 2018 können Sie die Unterlagen der Fachtagung herunterladen.

Ansprechpartnerin

Stefanie Schirle
AELF Fürstenfeldbruck
Kaiser-Ludwig-Straße 8a
82256 Fürstenfeldbruck
Telefon: 08141 3223-300
Fax: 08141/3223-555
E-Mail: poststelle@aelf-ff.bayern.de

Rückblick

Fachtagung 2017

Fachtagung 2017: Kinderernährung in Bewegung - ein Blick über den Tellerrand

"Parmesan und Kapern schon mit einem Jahr?!" oder "Wie lassen sich Väter für die kindliche Ernährungserziehung motivieren?"– diese und weitere Fragen ließen die rund 100 Teilnehmer der Fachtagung Ernährungsbildung in Fürstenfeldbruck sprichwörtlich über die Tellerränder blicken.
Die Ernährungsbildungs-Tagung der Fachzentren Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Oberbayern im Oktober 2017 im Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Fürstenfeldbruck, bot Fachleuten aus Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Multiplikatoren aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Bewegung neue Impulse zu Ernährungsfragen. Im Fokus standen dieses Jahr Themen, die auch das persönliche Umfeld von Eltern und Erziehungsbeauftragten betreffen und sich auf die Ernährungserziehung der Kinder auswirken.
Zwischen den Vorträgen am Vormittag von Dr. Andreas Eickhorst zur Väterrolle in der Ernährungserziehung und von Dr. Ute Zocher zur Arbeit mit der (Ernährungs-)Biografie sorgte eine Bewegungspause für Schwung. Sportwissenschaftlerin Dr. Katrin Adler zeigte Hüpf- und Dehnübungen, die leicht in den (Kinder-)Alltag einzubauen sind und so die körperliche Aktivität und Fitness steigern.
Die Foren am Nachmittag dienten den Fachkräften dazu, die Theorie in die Praxis zu übertragen und konkrete Umsetzungsstrategien für ihr jeweiliges Arbeitsgebiet zu entwickeln.
Anregungen und Handlungsstrategien
Die Teilnehmer nutzten die Tagung gerne, um in den Vorträgen und Foren Anregungen und Handlungsstrategien zu erhalten und zu entwickeln, sowie zum intensiven Erfahrungsaustausch. Dieses Informieren und Netzwerken konnte auf dem Markt der Möglichkeiten und während der kulinarischen Pausen vertieft werden. Bei diesem stellten Institutionen Initiativen und Programme zur praktischen Ernährungs- und Bewegungsbildung vor.
Die Fachtagung eröffnete viele Impulse, Anregungen und konkret erarbeitete Handlungskonzepte, um den Blick über den Tellerrand zu erweitern. Die Teilnehmer freuten sich über eine gelungene und informative Veranstaltung.
Dr. Eickhorst referiert über die Väterrolle in der heutigen FamilienbildungZoombild vorhanden

Dipl. Psychologe Dr. Andreas Eickhorst

Vom Ernährer zum Erzieher zur Bindungsperson – Rolle der Väter für ihre Kinder und Familie
Dipl. Psychologe Dr. Andreas Eickhorst nahm in seinem Vortrag die Väterrolle in der Familienbildung sowie die kindliche Ernährungserziehung in den Blick. Er zeigte zunächst auf, wie sich die Rolle des Vaters im Laufe der Zeit entwickelte. Deshalb könne das Engagement väterlicher Fürsorge, bedingt durch das klassische Rollenbild, mitunter etwas zurückhaltend sein. Doch dies ändert sich. Väter übernehmen heutzutage vermehrt die Rolle einer Bindungsperson und engagieren sich mehr in ihren Familien. Um die Väter verstärkt für die kindliche Ernährungsbildung zu aktivieren und einzubinden, zeigte Eickhorst verschiedene Wege und Möglichkeiten dafür auf.
Dr. Ute Zocher	Zoombild vorhanden

Dipl. Pädagogin Dr. Ute Zocher

"Ach das liegt bei uns in der Familie…“ – die biografische Dimension der Ernährung
Dipl. Pädagogin Dr. Ute Zocher stellte die Biografie-Arbeit in der Ernährung vor. Bei der biografischen Herangehensweise findet eine Auseinandersetzung mit subjektiven und traditionellen Werthaltungen und Erfahrungen statt. Diese beeinflussen die Ernährungsweise der Eltern und somit die der Kinder. Diese Reflexion zeigt in der Ernährungsberatung und Kindererziehung Handlungsmöglichkeiten und Ressourcen zur Gesundheitsförderung auf.
Forum 1: Parmesan und Kapern schon mit einem Jahr?!
Am Nachmittag konnten die Teilnehmer des Forums von Dr. Ute Zocher selbst Erfahrungen in der Biografie-Arbeit sammeln. In Gruppen beschäftigten sie sich mit dem Thema „Essen und Zeit“ und stellten sich dabei die Frage, welche Bedeutung der Faktor Zeit in ihrer Kindheit beim Essen hatte. Nach kurzer Reflexion der gesammelten Erfahrungen hatten die Teilnehmer nochmals die Gelegenheit, sich im Plenum darüber auszutauschen. Überrascht waren die Teilnehmer darüber, wie viel Emotionen bei der Biografie-Arbeit aufkommen.
Forum 2: Väter motivieren!? – Ideen und Methoden zur Einbeziehung von Vätern in die Familienbildung
Im Forum erarbeiteten die Teilnehmer gemeinsam mit Dr. Andreas Eickhorst, wie die Einbindung von Vätern in die kindliche Ernährungs- und Bewegungsbildung besser gelingen kann. Sie trugen Ideen zusammen, wie dies in unterschiedlichen Settings – ob Kita, Kinderturnen oder Ernährungsberatung – möglich ist. Handlungsstrategien sind etwa eine sachliche und faktenbasierte Ansprache der Väter sowie eine väterorientierte Gestaltung des Settings. Der rege Austausch und die vielen praktischen Tipps zur Umsetzung kamen sehr gut bei den Teilnehmern an.
Forum 3: Mit Bewegung die Welt erobern
Dr. Katrin Adler stellte anhand von Postern den aktuellen Forschungsstand zum Thema Bewegung bei Kindern dar. Fakt ist, dass sich Kinder täglich mindestens 180 Min. bewegen sollten, davon 60 Min. intensiv. Diese Bewegungszeiten sammeln Kinder häufig durch viele kurze Intervalle. Dr. Adler fokussierte die Bedeutsamkeit, Kinder individuell zu motivieren und zu loben. Ziel ist es, deren Freude an Bewegung zu wecken und die motorische und koordinative Bewegungskompetenz zu steigern. Dabei können Eltern und Erzieher viel durch ihre Unterstützung bewirken, den Spaß und die Freude der Kinder an Bewegung fördern. Kinder wollen sich bewegen. Diese Neigung gilt es zu nutzen. Durch positive und vor allem individuelle Rückmeldungen erfahren die Kinder Kompetenz und Sicherheit bezüglich ihrer Bewegungskompetenz. Die Teilnehmer erprobten gegen Ende des Forums einige bunte Bewegungs-Spiele, die mit geringem Aufwand umsetzbar sind. Sie versuchten Mäuse (hopsende Tischtennisbälle) zu fangen oder hüpften als „Känguru“ auf verschiedenfarbige Kreise.
Amtsleiter Günter Biermayer

Günter Biermayer, AELF FFB

Markt der Möglichkeiten

Der Markt der Möglichkeiten

Stefanie Schirle

Stefanie Schirle, AELF FFB

Dr. Katrin Adler

Dr. Katrin Adler

Bewegungspause

Teilnehmer bei der bewegten Pause

Forum 1

Gruppenarbeit im Forum

Forum 2

Forum 2

Fachtagung 2016

Kind auf Leiter hält Apfel in der Hand

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Kinderernährung in Bewegung - Herausforderungen und Chancen
Zur diesjährigen Fachtagung des Netzwerks Junge Eltern/Familien, Ernährung und Bewegung kamen mehr als 100 Fachleute aus Kinderbetreuungseinrichtungen und Multiplikatoren aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Bewegung. Vor allem der Wandel in der Lebenswelt der Kinder wurde beleuchtet und viele Vorurteile und Mythen zurechtgerückt. Die Teilnehmer hörten am Vormittag Vorträge zu den Themen "Risikofaktor Migrationshintergrund – Einfluss auf Kinderernährung und -bewegung?" von der Gesundheits- und Pflegewissenschaftlerin Dr. Ayse Cicek und "Kindergesundheit im Fokus: Mythen, Wirklichkeit und Motivation" von Bettina Walentzak vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung am LGL.
Gläschen mit verschiedenfarbigen Säften Zoombild vorhanden

Markt der Möglichkeiten

Ideen für den Alltag
Zwischen den Vorträgen brachte der Sportwissenschaftler Dr. Robert Jaeschke die Teilnehmer mit Übungen in Bewegung, die sie in ihrem Arbeitsalltag einsetzen können. Ein "Markt der Möglichkeiten" bot Gelegenheit, sich Ideen und Anregungen zu holen sowie eigene Erfahrungen auszutauschen. Am Nachmittag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Foren zu unterschiedlichen Themen zu besuchen. Die Veranstaltung bot außerdem die Möglichkeit zur Reflexion und zum intensiven Erfahrungsaustausch unter Fachkollegen.
Die Fachzentren Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Fürstenfeldbruck und Ebersberg als Veranstalter sowie zahlreiche Teilnehmer freuten sich über eine gelungene und informative Veranstaltung.

Risikofaktor Migrationshintergrund?

Referentin spricht auf der BühneZoombild vorhanden

Dr. Ayse Cicek

"Bewegung war in meiner Kindheit nicht wichtig", erzählte Dr. Ayse Cicek, Gesundheitswissenschaftlerin, türkischstämmig und Mutter von vier Kindern. Daran hat sich auch heute in vielen Migrantenfamilien wenig geändert. Cicek zeigte damit einen der Gründe auf, warum Kinder mit Migrationshintergrund ein höheres Risiko für Übergewicht haben als deutsche Kinder. Zudem macht sie den hohen Brotkonsum von Migranten als Risikofaktor für Übergewicht verantwortlich. So isst im Durchschnitt eine aus der Türkei stammende Person mit 104 kg Brot pro Jahr fast doppelt so viel Brot wie ein Deutscher. Cicek beleuchtete weitere kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Einflüsse und hob als mögliche Lösungswege hervor, die Rolle der Mütter zu stärken und Sprachbarrieren zu überwinden.

Kindergesundheit im Fokus: Mythen, Wirklichkeit und Motivation

Rednerin steht am PultZoombild vorhanden

Bettina Walentzak

Bettina Walentzak vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung stellte klar, dass die Annahme, bayerische Kinder würden immer dicker, falsch sei. Es stimme jedoch, dass sie sich immer weniger bewegten. Grundschulkinder sind Erhebungen zufolge durchschnittlich eine Stunde am Tag aktiv. Eltern, Schulen und Institutionen hätten auf diese Entwicklung großen Einfluss. Doch gerade den Eltern sei oft nicht bewusst, wie wichtig Bewegung für ihre Kinder ist. Dass dicke Kinder dicke Erwachsene würden, sei nicht immer zutreffend, erklärte Walentzak. Bei der Gewichtsentwicklung komme es auf das Alter der Kinder an: Während übergewichtige Kleinkinder häufig wieder normalgewichtig würden, bliebe ein Zuviel an Gewicht im Grundschulalter eher bestehen. "Gesundheitliche Ungleichheit entsteht aus sozialer Ungleichheit", schloss Walentzak. Dies sei zu berücksichtigen bei der Frage wo, wie und vor allem wann Prävention ansetzen soll.

Foren am Nachmittag

Gesundheitsmediatorinnen des Projekts MiMiZoombild vorhanden

Nigora Mirzoeva (li.) und Firouz Bohnhoff

Forum 1: Gesundheitsförderung im Dialog – Anregungen für junge Familien mit Migrationshintergrund
Die Gesundheitsmediatorinnen Nigora Mirzoeva und Firouz Bohnhoff vom MiMi-Projekt Bayern stellten den Teilnehmer ihr Projekt vor. "Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Bayern" hilft mit ihren Mediatoren den Migranten das Gesundheitssystem in Deutschland zu verstehen. Im Forum wiesen die Expertinnen darauf hin, dass eine direkte Ansprache sehr wichtig sei. Sie beantworteten konkrete Fragen der Teilnehmer und erläuterte, wie die Verständigung mit den Migranten verbessert werden kann.
Referent erläutert Ergebnisse an der PinwandZoombild vorhanden

Dr. Robert Jaeschke

Forum 2: "Ganz wie die Eltern" – Gemeinsam für ein bewegtes (Kinder-)Leben
Wie wichtig die Rolle der Eltern in Bezug auf ausreichende Bewegung ist, hob Dr. Robert Jaeschke in seinem Forum "Ganz wie die Eltern" hervor. Die Eltern verbringen am meisten Zeit mit ihren Kindern. Somit ist es laut Jaeschke Aufgabe der Eltern, ihre Kinder zu einem aktiven Bewegungsverhalten zu motivieren. Wie das den Eltern gelingen kann und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen erarbeitete Jaeschke gemeinsam mit den Teilnehmern.
Tisch gefüllt mit KinderlebensmittelZoombild vorhanden

Kinderlebensmittel

Forum 3: Kinderlebensmittel – halten sie, was sie versprechen?
Die Diplom Ökotrophologin Ursula Liersch von der Verbraucherzentrale Bayern e. V. hinterfragte Kinderlebensmittel. Denn sie bringen nicht nur ein Zuviel an Zucker, Fett, Salz und Kalorien auf den Tisch, sondern liefern teils auch zu viel Vitamine und Mineralstoffe, künstlichen Geschmack und bedenkliche Zusatzstoffe. Seit 2012 dürfen Kinderlebensmittel nur noch mit den 11 zugelassenen Gesundheitsversprechen beworben werden, diese täuschen jedoch häufig über das ungesunde Nährstoffprofil dieser Lebensmittel hinweg. Seitens der Lebensmittelunternehmen besteht eine Selbstverpflichtung, Werbung nicht direkt an Kinder zu richten, die jedoch nicht konsequent umgesetzt wird. Kinder sind eine attraktive Zielgruppe: 2013 hatte die Altersgruppe der 6- bis 13-Jährigen eine Kaufkraft von 6,5 Milliarden Euro.

Fachtagung 2015

Fachtagung 2015: Kinderernährung bewegt - Trends unter der Lupe

Die Fachtagung im Oktober 2015 in Fürstenfeldbruck stand unter dem Motto "Kinderernährung bewegt – Trends unter der Lupe". Rund 120 Fachleute aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Sport informierten sich zu den Themen „Bewegte Kindheit 2015 – vom Windelflitzer zum Handy-(be)sitzer“ der Diplom Sportökonomin Ines Eisenbarth und „Kinderernährung vegetarisch oder vegan – ist das sinnvoll?“ von Dr. Annett Hilbig (Forschungsinstitut für Kinderernährung).
Referentin steht auf dem Podium und präsentiert ihren Vortrag.Zoombild vorhanden

Dipl.-Sportökonomin Ines Eisenbarth

Inaktivität birgt Risiken
Gute Nachrichten überbrachte die Sportökonomin Ines Eisenbarth gleich zu Beginn ihres Vortrags „Bewegte Kindheit 2015 – vom Windelflitzer zum Handy-(be)sitzer“. Die Großzahl der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sei sportlich aktiv, die allermeisten Kinder spielten regelmäßig im Freien, erläuterte die Fachfrau. Dennoch gebe es auch Gruppen von Kindern, die sich zu wenig bewegen: Bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien, insbesondere bei den Mädchen, falle die sportliche Freizeitaktivität wesentlich geringer aus. Hinzu komme noch, dass Kinder mehr Zeit in Einrichtungen wie Kinderkrippen, Kindertagesstätten oder Ganztagsschulen verbringen und länger vor dem Fernseher, Computer oder Mobiltelefon sitzen. „Dies birgt gesundheitliche Risiken wie Schlafstörungen und Übergewicht“, warnte Eisenbarth.
Diese Tendenzen erforderten Angebote, die für alle Kinder offen und einfach erreichbar sind. Der Bereich „Körper und Bewegung“ müsse in die Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern eingebunden werden, sodass ein bewegter Lebensstil von Anfang an gestaltet werden kann, ist die Sportökonomin überzeugt. Erste Ideen gab Eisenbarth gleich im Anschluss an ihren Vortrag. In der bewegten Pause brachte sie die Teilnehmer der Fachtagung bei stimmungsvoller Blasmusik mit einem „Sitzschuhplattler“ wieder in Schwung.
Fleischlose Ernährung
Ein aktueller Ernährungstrend ist die fleischlose Ernährung. Aber wie ist dieser Trend im Kindesalter zu bewerten? Hierauf ging Dr. Annett Hilbig vom Forschungsinstitut für Kinderernährung in ihrem Vortrag „Kinderernährung vegetarisch oder vegan – ist das sinnvoll?“ ein. „Bei ausgewogener Lebensmittelauswahl ist auch für Kinder eine ausreichende Nährstoffzufuhr ohne Fleisch möglich. Kritische Nährstoffe können durch eine gute Kombination von Lebensmitteln ausgeglichen werden“, sagt Hilbig. Anders sehe es bei einer veganen Kost für Kinder aus. Diese werde auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht empfohlen. Das Risiko eines Nährstoffmangels sei v. a. für Vitamin B12, Kalzium, Eisen, Jod, Zink, Eiweiß, omega-3-Fettsäuren und auch Vitamin D besonders im Wachstumsalter zu hoch, erläutert sie. Eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sei unvermeidbar. Hilbig rät Eltern davon ab, ihr Kind vegan zu ernähren.
Referentin hört Forumsteilnehmer zu.

Dr. Annett Hilbig im Forum 1

Forum 1: Baby-Led-Weaning, Snacking und Co. - (k)eine Alternative
Weitere Trends in der Kinderernährung standen im Fokus dieses Workshops. Dr. Annett Hilbig erarbeitete mit den Teilnehmern die Vor- und Nachteile des Baby-Led-Weaning im Vergleich zu der bisherigen Beikost. Bei Baby-Led-Weaning wird im zweiten Lebenshalbjahr auf die üblichen Breie, die mit dem Löffel gefüttert werden, verzichtet und direkt mit festen Lebensmitteln (Finger Food) begonnen. Fazit des Forums war, dass die breifreie Beikost nicht für alle Babys geeignet ist. Bei ungeeigneter Lebensmittelauswahl kann die Zufuhr an Energie und einigen Nährstoffen knapp werden. Die beiden Ernährungsformen können sich jedoch sehr wohl ergänzen und zu mehr Freude beim Essenlernen führen.
Referentin: Dr. Annett Hilbig, Forschungsinstitut für Kinderernährung, Dortmund
Referentin steht neben einer Leinwand auf der Bilder mit verschiedenen Bewegungsideen für Kinder abgebildet sind.Zoombild vorhanden

Ines Eisenbarth im Forum 2

Forum 2: Bewegungsideen, die auspowern und Mut machen
Kinder können ihren Bewegungsdrang in unserem durchstrukturierten Alltag oft nicht ausreichend ausleben. Dabei braucht es gar keine großen Bewegungsanlässe, um sich und seinen Körper in Schwung zu bringen. Oft reichen ein Alltagsgegenstand, eine Bewegungsidee oder ein Bewegungsimpuls der pädagogischen Fachkraft bereits aus, um Körper und Geist kurz auszupowern, um danach wieder besser innehalten oder sich konzentrieren zu können. Zahlreiche Ideen konnten die Teilnehmer dieses Forums direkt ausprobieren.
Referentin: Ines Eisenbarth, Dipl. Sportökonomin, Dorfen
Referentin anwortet auf Fragen der Forumsteilnehmer

Bettina Dörr im Forum 3

Forum 3: "Hilfe, mich juckts" - Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten bei Kindern
Im Workshop wurde den Teilnehmern vermittelt, was hinter den Begriffen Allergien und nicht allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Kindern steckt. Mit diesem Wissen können sich Erzieherinnen und Erzieher auf Gespräche mit den Eltern vorbereiten und gezielt Fragen stellen. Neben den theoretischen Grundlagen gab es auch in diesem Forum jede Menge wertvolle Tipps, von Ersatzprodukten bis hin zu Anaphylaxie-Notfallplänen.
Referentin: Bettina Dörr, Dipl. Ökotrophologin, Landsberg am Lech
Dr. Annett Hilbig auf dem Podium

Dr. Annett Hilbig, Forschungsinstitut für Kinderernährung

Ines Eisenbarth sitzt mit einem Seppelhut auf einem Stuhl und führt einen Sitzschuhplattler vor.

Ines Eisenbarth aktiviert die Teilnehmer

Viele Teilnehmer machen beim Sitzschuhplattler mit.

Teilnehmer beim Sitzschuhplattler

Gisela Schaelow moderiert die Veranstaltung.

Gisela Schaelow, AELF FFB

Tagungsteilnehmer vor einem Tisch mit vielen Informationsmaterialien

Der Markt der Möglichkeiten

Tagungsteilnehmer an Stehtischen unterhalten sich.

Ein Blick ins Foyer des Veranstaltungsforums