Coaching Kitaverpflegung

Kleiner Junge sitzt am Kita Esstisch mit einem Teller Essen vor sich und Löffel in der Hand.

Das Coaching unterstützt Kitas dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Kitaverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Kitas wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberbayern West unterstützt sie dabei mit dem Coaching Kitaverpflegung.

Neue Coaching-Runde – bis 16. Oktober 2020 bewerben

Kitas können sich bis 16. Oktober 2020 für eine Teilnahme am Coaching Kitaverpflegung im Kitajahr 2020/21 bewerben.
Aus allen Bewerbungen werden bayernweit 40 Kitas ausgewählt, die ab Januar 2021 bis Juli 2021 von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung fachlich unterstützt und begleitet werden.
Die Teilnahme am Coaching Kitaverpflegung wird vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten finanziert und ist somit für alle Kitas kostenfrei.

Voraussetzungen

Mitmachen kann jede Kita, die

  • ihren Sitz in Bayern hat,
  • mindestens vier Tage in der Woche eine warme Mittagsverpflegung anbietet,
  • einen Verpflegungsbeauftragten* als Ansprechpartner für den Kitaverpflegungs-Coach stellt,
  • ein Essensgremium** installiert, bestehend aus mindestens einem Vertreter der Kitaleitung, dem Verpflegungsbeauftragten, einem Elternvertreter und dem Speisenanbieter,
  • bereit ist, sich selbst aktiv in den Coaching-Prozess einzubringen und Veränderungen zu bewirken.
*Verpflegungsbeauftragter: Wichtig ist es, innerhalb des pädagogischen Teams einen Verpflegungsbeauftragten zu benennen, der die Treffen des Essensgremiums organisiert und koordiniert. Er ist erster Ansprechpartner rund um das Thema Verpflegung. Der Verpflegungsbeauftragte bündelt alle Anliegen rund um den Speiseplan und bringt sie im Essensgremium ein.
**Essensgremium: Die individuellen Unterschiede und Rahmenbedingungen, die in den Kitas und Schulen vorliegen, erfordern ein systematisches Vorgehen und das Einbeziehen aller Beteiligten in einem Essensgremium. Mitglieder sind Leitung, Verpflegungsbeauftragter, Speisenanbieter bzw. Küchenteam, Elternvertreter, ggf. Schülervertreter und Träger. Gemeinsam legen Sie die Ausrichtung der Verpflegung fest. Sie treffen sich in regelmäßigen Besprechungen rund um das Thema Verpflegung.

Hinweise zum Coaching-Prozess

Grundlage
Die fachliche Grundlage des Coaching-Prozesses sind die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung.

Eine Checkliste definiert die Handlungsfelder:

  • Organisation/Rahmenbedingungen
  • Gesundheit/Speisenangebot
  • Wertschätzung/Kommunikation
  • Nachhaltigkeit/Lebensmittelqualität
  • Ökonomie/Kostentransparenz
Ablauf
Zu Coaching-Beginn erfolgt eine Bestandsaufnahme auf Basis der Checkliste.
Außerdem analysiert die Kita ihren Speiseplan mithilfe des Speiseplan-Checks Kita- und Schulverpflegung.
Mit Unterstützung des Coaches formuliert das Essensgremium individuelle Ziele, um die Mittagsverpflegung zu verbessern. Die Optimierung des Speiseplans gemäß des DGE-Qualitätsstandards für die Kitaverpflegung ist dabei verpflichtend. In Anlehnung an die Vorgaben für die DGE-Zertifizierung ist es das Ziel, dass die Speisepläne am Ende des Coaching-Jahres mindestens 60 % der Kriterien des Speiseplan-Checks erfüllen. Außerdem muss im Laufe des Coaching-Prozesses, falls noch nicht vorhanden, ein Verpflegungsleitbild erarbeitet werden.
Mit den formulierten Zielen soll sich die Mittagsverpflegung in der Kita messbar verändern. Dafür erarbeitet das Essensgremium gemeinsam mit dem Coach ein individuelles Lösungskonzept.

Bewerbung

Bitte reichen Sie folgende Bewerbungsunterlagen ein:

  • individuelles Bewerbungsanschreiben, in dem Sie schildern, welche Verbesserungen Sie bei Ihrer Mittagsverpflegung mit dem Coaching erreichen wollen und wo Sie konkreten Unterstützungsbedarf durch den Coach sehen
  • einen vierwöchigen Speiseplan Ihrer Kita
  • die Kopie des Verpflegungsleitbilds oder Verpflegungskonzepts (falls vorhanden)
Bewerbungsbogen
Bitte stellen Sie sicher, dass der Träger, die Kitaleitung, der Verpflegungsbeauftragte und der Speisenanbieter die Bewerbung unterstützen und lassen Sie die Bewerbung von allen unterschreiben.

Coaching 2019/20 in Oberbayern West

In gemeinsamen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer Ideen und Anregungen, um die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung umzusetzen – von der Gestaltung der Speisepläne nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zusätzlich begleiten Coaches die Einrichtungen ein Kitajahr lang vor Ort - gemäß dem Motto:
"Individuelles Coaching führt zu kreativen Lösungswegen."
Das Coaching startet im September 2019 und endet im Juli 2020.
Sechs Kitas aus Oberbayern West machen sich mit viel Engagement auf den Weg, ihr Verpflegungsangebot zu optimieren.

Integrative Kindertagesstätten Stiftung Kinderhilfe gGmbH, Fürstenfeldbruck

Logo Tagesstätte Kinderhilfe FFB
Die Stiftung Kinderhilfe Fürstenfeldbruck hat über 350 Mitarbeitende in 14 verschiedenen Einrichtungen. Die engagierten Teams sorgen dafür, dass über 1.000 behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder, Jugendliche und Erwachsene eine ihnen gemäße und optimale Förderung erhalten. Die Abteilung Integrative Kindertagesstätten besteht aus vier Einrichtungen in Fürstenfeldbruck und Germering, in welchen 145 Kinder von der Kinderkrippe bis zum Hort von insgesamt 50 Mitarbeitenden betreut werden. Jede Gruppe besteht aus Integrations- und Regelkindern. Ziel ist die ganzheitliche Förderung der Kinder, in Zusammenarbeit mit externen Therapeuten.

Herausforderung und Ziele

  • Die Integrativen Kindertagesstätten möchten ein Verpflegungskonzept erarbeiten und damit das Thema Verpflegung auch nach außen noch mehr in den Fokus rücken.
  • Bei der Speiseplanung sollen noch mehr regionale und saisonale Lebensmittel berücksichtigt und die Speisen in Auswahl und Würzung an die Bedürfnisse der Kinder angepasst werden.
  • Im Sinne der Vermeidung von Lebensmittelresten wird ein Feedbacksystem zwischen Kitas und Caterer erprobt.
  • Eine besondere Herausforderung ist die Umstellung auf einen anderen Caterer in einem Haus der Einrichtung.

Kinderkrippe "Sonnenkäferhaus", Weichs

Logo Weichs Ohne Hintergrund
Die dreigruppige Kinderkrippe Sonnenkäferhaus in Weichs besuchen 30 Kinder im Alter zwischen 10 Monaten und drei Jahren. Gesunde Ernährung hat hier einen hohen Stellenwert. Das abwechslungsreiche Mittagessen liefert ein Caterer, der mit frischen und hochwertigen Lebensmitteln kocht.

Herausforderung und Ziele

  • Die Einrichtung möchte die Verpflegung noch mehr als wichtigen Bestandteil im Krippenalltag etablieren. Dazu soll ein Verpflegungsleitbild als Teil der Konzeption erarbeitet und die Mahlzeitenstruktur noch mehr an die Bedürfnisse der Kinder angepasst werden. Der Leitung ist es dabei sehr wichtig, das ganze Team mitzunehmen.
  • Die Rückmeldung an den Caterer soll verbessert werden.

Lösungswege

  • Um die Rückmeldung an den Caterer zu verbessern, wurde von der Einrichtung ein Feedbackformular entwickelt, auf dem neben der Akzeptanz der Speisen bei den Kindern auch die Temperatur der einzelnen Komponenten erfasst wird.

Kinderhaus Maria Himmelfahrt, Kaufering

Logo Maria Himmelfahrt
Das Kinderhaus Maria Himmelfahrt in Kaufering ist eine 6-gruppige Einrichtung mit vier Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen. Drei der vier Kindergartengruppen bieten eine "über Mittag"-Betreuung an. Durchschnittlich essen ca. 60 Kindergartenkinder und 25 Krippenkinder täglich warm zu Mittag. Das Kinderhaus bezieht die Mittagsverpflegung vom Seniorenstift in Kaufering.

Herausforderung und Ziele

  • Die Einrichtung möchte ein Verpflegungsleitbild als Teil der Konzeption erarbeiten und das Feedbacksystem zwischen Caterer und Kita optimieren.
  • Der Speiseplan wird entsprechend der Empfehlungen der Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung optimiert. In Zukunft soll sich das Speisenangebot stärker an der Saison orientieren und die Herkunft der verwendeten Lebensmittel transparent kommuniziert werden.

AWO Kinderhaus "Villa Kunterbunt", Weilheim

Logo Villa Kunterbunt
Im AWO Kinderhaus Villa Kunterbunt in Weilheim werden Kinder im Alter von sechs Monaten bis zur vierten Schulklasse in einer Krippengruppe, drei Kindergartengruppen, einer Integrationsgruppe und drei Hortgruppen betreut. Insgesamt bietet das Kinderhaus 190 Plätze. Der Koch bereitet täglich vor Ort frisches, kindgerechtes Essen zu.

Herausforderung und Ziele

  • Die Einrichtungsleitung möchte mittelfristig ein Verpflegungsleitbild als Teil der Konzeption des AWO Kinderhauses "Villa Kunterbunt" erstellen. Bei der Entwicklung sind die Verpflegungsbeauftragten, Teammitglieder aus der Krippe, dem Kindergarten und dem Hort sowie der Elternbeirat beteiligt. Damit soll für Transparenz innerhalb und außerhalb des Kinderhauses gesorgt werden.
  • Der Speiseplan soll (noch) gesundheitsförderlicher und abwechslungsreicher gestaltet werden.
  • Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Eltern sollen über die Qualität des Speisenangebots besser informiert werden.
  • In allen Gruppen soll eine angenehme Essenssituation herrschen. Die Kinder sollen die in der Kinderkrippe schnell gelernten Fertigkeiten und guten Tischsitten beibehalten, z. B. mit Messer und Gabel essen, Brot selbst bestreichen.
  • Eltern geben den Kindern an den Geburtstagen häufig sehr viel Eis, Kuchen und andere Süßigkeiten mit. Um diese Geburtstagsfeiern "gesünder" zu gestalten, erstellen die Teams eine Vorschlagsliste mit Mitbringseln.
  • Der Verpackungsmüll soll noch weiter reduziert werden. Backwaren und Wurst werden schon beim örtlichen Bäcker und Metzger unverpackt eingekauft.

Erste Ergebnisse

  • Es gibt jetzt zum Frühstück öfters Vollkornbrot, das auch mittags zur Suppe angeboten und von den Kindern gut angenommen wird. Durch zusätzliche Arbeitsstunden der Küchenhilfskraft kann mehr frisch zubereitet werden, z. B. Ofenkartoffeln statt Kartoffelerzeugnissen wie Potato Wedges.
  • Die Kinder werden durch Aktionswochen neugierig gemacht und probieren Gerichte aus Herkunftsländern der anderen Kinder. So wird auch der Speiseplan abwechslungsreicher gestaltet.
  • Die Verpflegung und das Coaching werden bei Teamsitzungen und Elternabenden immer wieder thematisiert. Auch durch Aushänge mit Informationen zu Lieferanten und Bezugsquellen soll das Mittagessen positiv beworben werden.
  • Die Tierart der verwendeten Fleisch- und Wurstwaren wird auf dem ausgehängten Speiseplan angegeben.

Kindertagesstätte Marienheim, Denkendorf

Logo Kita Marienheim Denkendorf
Die Kindertagesstätte Marienheim in Denkendorf arbeitet nach dem Leitmotiv "Gemeinsam sind wir stark". Die Kinder werden in drei Krippen- und drei Kindergartengruppen betreut. Das Mittagessen liefert täglich die nahegelegene Metzgerei Gehr aus Kipfenberg.

Herausforderung und Ziele

  • Der Elternbeirat wünscht sich ein abwechslungsreiches Essen, das den Kindern schmeckt und auch von den Eltern wertgeschätzt wird.
  • Die Kommunikation zwischen Speisenanbieter, den Betreuerinnen und den Eltern hinsichtlich der Qualität der Lebensmittel und der Speiseplanung muss verbessert werden.
  • Alle Kindergartenkinder essen gleichzeitig in der großen Mittagskantine, daher ist es relativ laut. Das Betreuungspersonal ist fast während der ganzen Mittagszeit mit Portionieren, Austragen der Teller und Unterstützen hilfsbedürftiger Kinder beschäftigt und nimmt selbst nicht am Essen teil. Das Kindergartenteam möchte einen entspannteren Ablauf bei der Essensausgabe.
  • Ein Verpflegungsleitbild als Teil des Konzeptes der Kindertagesstätte Marienheim soll langfristig für Krippe und Kindergarten erstellt werden.

Erste Ergebnisse

  • Einige Wünsche der Eltern wie z. B. öfters Salat und Gemüse und mehr Abwechslung bei den Beilagen werden bereits seit Beginn des Coaching-Jahres umgesetzt.
  • Die (Mittags-)Verpflegung wird positiv beworben. Beim ersten Elternabend im September informierte die Einrichtungsleitung ausführlich über das Coaching und die Speisenanbieterin über das Essensangebot und ihre Bezugsquellen. Der örtliche Bäcker stellt die Backwaren ausschließlich aus regionalen Rohstoffen her. Wurst und Fleisch kommt aus der eigenen Metzgerei, in der Tiere aus der unmittelbaren Region möglichst stressfrei geschlachtet und anschließend verwertet werden. Milch und Eier werden von einem nahegelegenen Erzeuger, Gemüse und Obst - soweit möglich - von einem regionalen Lieferanten bezogen.
    Im Krippen- und Kindergartenbereich hängen Tafeln, auf die das Team den jeweiligen Speiseplan schreibt. Jetzt erfolgt dies ausführlicher, so wird z. B. die täglich für die Krippenkinder angebotene Suppe benannt.
  • Als erster Schritt zur Verbesserung der Akustik in der Mittagskantine wird ein schallschluckender Vorhang angeschafft.

Stimmen der Eltern der Krippen- und Kindergartenkinder zum Coaching:

  • Mit dem ausführlichen Speiseplan ist uns bewusst geworden, was eigentlich schon die ganze Zeit angeboten wurde.
  • Ich finde es super, dass ihr Mahlzeiten immer wieder in kleinen Mengen anbietet, um die Kinder auf den Geschmack zu bringen.
  • Es ist toll, dass ihr alles so schnell umsetzt.
  • Mit dem jetzigen Angebot bin ich sehr zufrieden.
  • Dinkelvollkornpfannkuchen? – Die muss ich Zuhause auch ausprobieren.
  • Ich hole mir manchmal sogar Ideen vom Speiseplan.

Stimmen der Teammitglieder zum Coaching:

  • Die Kinder essen super.
  • Die Rohkost wird immer sofort gegessen. Das war eine gute Idee!
  • Es ist echt weniger geworden, was wir wegwerfen müssen.
  • Wir finden den Speiseplan super und können uns nicht beschweren.

Hort an der Schule Denkendorf

Logo Hort An Der Schule Denkendorf
Im Hort an der Schule Denkendorf werden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 aus der Grundschule Denkendorf betreut. In drei Gruppen leben, lernen und lachen insgesamt bis zu 75 Kinder. Das Mittagessen wird täglich von der nahegelegenen Metzgerei Gehr aus Kipfenberg angeliefert.

Herausforderung und Ziele

  • Ein Verpflegungsleitbild als Teil der Konzeption des Horts an der Schule Denkendorf soll erstellt werden. Die in der pädagogischen Konzeption bereits enthaltenen Bereiche „Ernährung“ und „Lebenspraxis“ sollen ausführlicher dargestellt werden. Damit wird der Stellenwert der Verpflegung besser nach außen kommuniziert.
  • Der Speiseplan soll vollwertig und vielfältiger gestaltet werden. Außerdem legt das Team und der Elternbeirat Wert auf Nachhaltigkeit, Saisonalität und regionale Herkunft der Lebensmittel.
  • Die Kommunikation mit den Eltern hinsichtlich des Verpflegungsangebotes und der Lebensmittelqualität muss verbessert werden. Es soll ein Aushang mit Informationen zu Lieferanten und eingesetzten regionalen Rohstoffen erstellt werden.

Erste Ergebnisse

  • Von Seiten des Speisenanbieters wurde auch bisher schon viel Wert auf regionale Lebensmittel bzw. Bezugsquellen gelegt: (Vollkorn-)Baguette und Semmeln stellt der örtliche Bäcker ausschließlich aus regionalen Rohstoffen her. Wurst und Fleisch kommt aus der eigenen Metzgerei, in der Tiere aus der unmittelbaren Region möglichst stressfrei geschlachtet und anschließend verwertet werden. Milch und Eier werden von einem nahegelegenen Erzeuger, Gemüse und Obst - soweit möglich - von einem regionalen Lieferanten bezogen.
    Seit einiger Zeit werden bereits Vollkornnudeln eingesetzt, die bei den Kindern gut ankommen. Fast täglich gibt es zum Mittagessen Gemüse oder Salat. Außerdem wird als Zwischenmahlzeit frisches Obst und Gemüse angeboten.
    Weiter werden verschiedene Getreidearten zur Zubereitung bzw. als Beilagen verwendet (Dinkelpfannkuchen, Gerstengraupen usw.)
    Das Verpflegungsangebot erfüllt damit bereits bis auf den Seefisch weitgehend die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
  • Neue Rezepte werden ausprobiert und z. B. die Vielfalt an Fischgerichten erweitert.
  • Die Tierart der verwendeten Fleisch- und Wurstwaren wird auf dem ausgehängten Speiseplan angegeben.

Stimmen von Teammitgliedern zum Coaching:

  • Ich finde, dass der Speiseplan schon besser geworden ist, mit viel Abwechslung. Aber da geht noch mehr! Manche Gerichte könnten optisch noch etwas schöner aussehen, dann würden die Kinder das auch eher probieren.
  • Das Essen ist gesünder geworden, das fällt positiv auf! Vielleicht geben wir den Gerichten noch kindgerechte Namen, das macht es noch attraktiver.
  • Es wird mehr auf eine vollwertige Kost geachtet, das finde ich wichtig. Die Kinder probieren und gewöhnen sich an die Umstellung.
  • Wir wissen jetzt erst, wie viele Gedanken sich unser Caterer bei der Erstellung eines Speiseplans macht, bis er möglichst viele Vorgaben erfüllt. Wichtig ist uns auch, dass wir wissen, von welchen Lieferanten – möglichst regional – die Zutaten bezogen werden.

Stimmen eines Elternbeirats zum Coaching:

  • Meine Kinder sind ganz begeistert! Vor allem erzählen sie jetzt immer ganz genau, was es gab und es kommt immer ein "Des war voll lecker!". Sie finden es auch gut, dass es nicht nur an bestimmten Tagen bestimmte Gerichte gibt, sondern sich alles abwechselt.

Ansprechpartnerinnen

Gisela Schaelow
AELF Fürstenfeldbruck
Kaiser-Ludwig-Straße 8a
82256 Fürstenfeldbruck
Telefon: 08141 3223-340
Fax: 08141/3223-555
E-Mail: poststelle@aelf-ff.bayern.de
Petra Ertlmaier
AELF Fürstenfeldbruck
Kaiser-Ludwig-Straße 8a
82256 Fürstenfeldbruck
Telefon: 08141 3223-344
Fax: 08141/3223-555
E-Mail: poststelle@aelf-ff.bayern.de

Rückblick

Coaching 2018/19 in Oberbayern West

Folgende Kitas in Oberbayern West wurden von September 2018 bis Juli 2019 von einer Ernährungsfachkraft individuell gecoacht:

AWO Kinderhort, Penzberg

Außenansicht Kinderhort Penzberg
AWO Kinderhort Penzberg
Der AWO Kinderhort Penzberg versteht sich als familienergänzende und -unterstützende Institution, die die Kinder bei der Entwicklung zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten begleitet. Im Schuljahr 2018/19 besuchen 145 Kinder aus der 1. bis zur 4. Klasse in 6 Gruppen die Einrichtung. Um 13 Uhr wird gemeinsam gegessen, das Mittagessen bereiten zwei Köchinnen in der eigenen Küche täglich frisch zu.

Herausforderung und Ziele

  • Ein Verpflegungsleitbild als Teil der Konzeption soll erstellt werden.
  • Der Kinderhort möchte den Speiseplan noch abwechslungsreicher gestalten und nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung optimieren.
  • Die Kinder sollen auf neue und unbekanntere Speisen neugierig gemacht werden. Hierzu bietet die Küche neue Gerichte in kleinen Probiermengen an, das pädagogische Personal erfasst die Akzeptanz.
  • Alle Beteiligten wollen das Wegwerfen von Lebensmitteln weiter reduzieren. Wichtig ist hierfür eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

Lösungswege und Ergebnisse

  • Der Speiseplan erfüllt jetzt überwiegend die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Es gibt weniger Fleisch und dafür jeden Tag Gemüse, das als Rohkost besser angenommen wird als gekocht.
  • Neue Gerichte zum Kennenlernen bieten die Köchinnen immer wieder als Probierportionen oder als Beigabe zum Salatbüffet an. So kann die Akzeptanz der Speisen bei den Kindern getestet werden. Neue Gemüsesorten, neue Zubereitungsarten oder Kartoffeln mit einer neuen Soße werden so eingeführt. Wenn sie bei den Kindern ankommen, werden sie in den Speiseplan integriert.
  • Die Köchinnen bekommen vom pädagogischen Personal regelmäßige Rückmeldung zur Akzeptanz. Auch die Kinder können den Köchinnen direkt ihr Feedback geben, sie erleben, dass ihr Feedback umgesetzt wird und sehen, wer für sie kocht. Die Küche im Hort wird so zum erlebbaren Raum.
  • Im März hat die sehr erfolgreiche Aktionswoche „Wir bereisen Europa“ stattgefunden. Die Kinder lernten neue Gerichte kennen und manche Gruppen haben sich auch in der pädagogischen Arbeit mit dem Thema Europa beschäftigt. Gerichte, die gut ankamen wie z.B. Köttbullar, werden in den regulären Speiseplan übernommen. Zum Ende des Schuljahres ist noch eine „Weltreise“ geplant.
  • Es ist gelungen, die Menge der weggeworfenen Lebensmittel weiter zu reduzieren. Insbesondere die Meldung der fehlenden Kinder an die Küche vor Beginn der Essensverteilung gelingt jetzt besser.
  • Ein Verpflegungskonzept als Teil der Konzeption ist fertig und wird gerade vom Träger geprüft.
"Die Situation wurde wertfrei betrachtet und es wurde mit den Gegebenheiten vor Ort gearbeitet. Die Anforderungen und Ziele waren realistisch, die Anleitung wertschätzend."
Essensgremium
"Durch das Coaching sind wir mehr mit den Eltern über das Essen ins Gespräch gekommen."
Frau Beyer, Hortleitung
"Das Coaching hat uns weitergebracht und der Aufwand war überschaubar."
Frau Götz, Küchenleitung

Kindergarten Sonnenblume, Finning

Außenansicht Gebäude Kindergarten Sonnenblume Finning
Kindergarten Sonnenblume Finning
Der im September 2018 bezogene Kindergarten Sonnenblume beherbergt drei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe mit insgesamt 87 Kindern. Im Zuge des Neubaus hat die Einrichtung auch eine eigene Küche mit angeschlossenem Speiseraum bekommen, in der täglich bis zu 78 Kinder bekocht werden.
Da der Wechsel von Warmverpflegung durch einen externen Speisenanbieter zur hausinternen Frischeküche intensiv geplant und vorbereitet wurde, geht es im Coaching darum, Feinheiten abzustimmen.

Herausforderungen und Ziele

  • Durch die kurzen Wege im Haus kann das Küchenteam flexibler auf Wünsche des Kindergartens eingehen und möchte hierdurch die Qualität der Mittagsverpflegung steigern.
  • Das Küchenpersonal möchte außerdem Küchenabläufe und Wareneinsatz optimieren und mehr Routine für die Mengenverhältnisse in der Gemeinschaftsverpflegung gewinnen, da die Essenszahlen voraussichtlich weiter steigen werden.
  • Um die Vorgaben des Trägers zu erfüllen, muss sich das Projekt „Frischeküche“ auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten rechnen. Dazu gehört auch, die Arbeit, die der Kindergarten Sonnenblume in die Mittagsverpflegung steckt, nach außen transparent zu machen.

Lösungswege und Ergebnisse

  • In der 6-monatigen Probezeit konnte die Einrichtung beweisen, dass die Frischküche nicht nur den Geschmack der Kinder trifft, die Vorgaben zur gesunden Kinderernährung erfüllt und zu einem wesentlichen Bestandteil des Kindergartens geworden ist, sondern auch zeigen, dass Selbstkochen wirtschaftlich machbar ist.
  • Die Zufriedenheit der Eltern spiegelt sich sowohl in der Elternbefragung wider, als auch in den steigenden Essenszahlen, die sogar anfängliche Annahmen übersteigen.
  • Auch der Träger ist von der Umsetzung und der Tragbarkeit der Frischküche überzeugt und unterstützt die Anschaffung von wichtigen Küchengeräten wie Küchenmaschine und Kühltruhe.
  • Das Erfolgsrezept des Kindergartens ist die enge Zusammenarbeit von Leitung, hauswirtschaftlichem und pädagogischem Personal, welche die Qualität ihrer Arbeit in regelmäßigen Treffen reflektieren und verbessern.
"Herzlichen Dank für das tolle Coaching. Wir haben uns sehr unterstützt, motiviert und gut aufgehoben gefühlt! Es hat Spaß gemacht, sich weiterzuentwickeln."
Kindergartenleitung
"Manchmal fragen mich Eltern aus Spaß, ob sie auch mitessen dürfen."
Köchin

AWO Kindergarten Sonnenstrahl, Landsberg

Außenansicht Gebäude AWO Kindergarten Sonnenstrahl Landsberg am Lech
AWO Kindergarten Sonnenstrahl Landsberg
Der AWO Kindergarten Sonnenstrahl in Landsberg am Lech bietet Plätze für 90 Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt. Zur Verpflegung der 72 Kinder, die über Mittag bleiben, wird der Kindergarten von einem regionalen Speisenanbieter, der sich auf kindgerechtes Catering spezialisiert hat, mit warmen Speisen beliefert.

Herausforderungen und Ziele

  • Seit 2017 gibt es die Vollverpflegung im Kindergarten Sonnenstrahl. Nicht nur die Mittagsmahlzeit, sondern auch die beiden Zwischenmahlzeiten am Vormittag und Nachmittag stellt die Einrichtung bereit.
  • Die Mittagsverpflegung wird mittels Speiseplan-Check überprüft und anhand der Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung optimiert.
  • Durch Wechsel an pädagogischen Kräften gab es bisher unterschiedliche Vorgehensweisen bezüglich der Abläufe beim Mittagessen, der Tischkultur, -regeln und -rituale. Die pädagogische Begleitung der Mahlzeiten soll deshalb analog zu den Qualitätsanforderungen der Speisen auf einen einheitlichen Standard gebracht werden.

Lösungswege und Ergebnisse

  • Qualität ist dem Kindergarten sowohl in der pädagogischen Arbeit als auch bei der Verpflegung sehr wichtig. So hat das Team ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Einrichtung entwickelt:
  • Partizipation spielt eine große Rolle. Die Kinder dürfen sich aktiv in die Prozesse rund um die Ernährung einbringen: Sie helfen die Tische zu decken, nehmen sich die Speisen selbst auf ihren Teller, räumen die Tische ab und malen einen eigenen, aktuellen Speiseplan - von Kindern für Kinder.
  • Ein Qualitätsstandard für die pädagogische Gestaltung der Mahlzeiten wird gemeinsam für den Kindergarten erarbeitet und in einem Verpflegungsleitbild festgehalten.
  • Um die Zwischenmahlzeiten nachhaltiger zu gestalten, achtet der Kindergarten beim Einkauf auf regionale und verpackungsarme Lebensmittel – möglichst naturbelassen, saisonal und teilweise in Bio-Qualität. Der neue Brotzeitplan sorgt für Abwechslung am Frühstückstisch.
"Wir haben uns beim Coaching sehr gut aufgehoben gefühlt und Antworten auf wichtige Fragen erhalten. Beim Personal hat sich das Bewusstsein für Ernährung, Nachhaltigkeit und den Speiseplan weiterentwickelt und die Wertschätzung für Lebensmittel erhöht. Wir sind nun sicherer geworden im Umgang mit diesen Themen und können diese Qualität auch gegenüber den Eltern gut repräsentieren."
Kindergartenleitung

Kinderkrippe St. Franziskus, Dachau

Außenansicht Gebäude Kinderkrippe St. Franziskus Dachau
Kinderkrippe St. Franziskus Dachau
Die integrative Kinderkrippe bietet in sechs Regelgruppen Platz für 78 Kinder von ein bis drei Jahren. Träger ist das Franziskuswerk Schönbrunn.
Als Verpflegungssystem hat sich die Zusammenarbeit mit einem großen Speisenanbieter für Tiefkühlverpflegung etabliert. Dabei werden die tiefgekühlten Menükomponenten in der eigenen Küche erwärmt und gegebenenfalls mit frischen Lebensmitteln, wie Obst und Gemüserohkost ergänzt. In der Küche der Einrichtung sind dafür eine Hauswirtschafterin und zwei Hauswirtschaftshilfen aus der Werkstatt für Behinderte/Wiedereingliederung des Trägers beschäftigt.

Herausforderungen und Ziele

  • In der Kinderkrippe St. Franziskus nimmt die Partizipation der Kinder einen hohen Stellenwert ein. Sie soll durch die Beteiligung der Kleinkinder bei der Mittagsmahlzeit noch weiter ausgebaut werden.
  • Die Einrichtung möchte ihren Speiseplan hinsichtlich ernährungswissenschaftlicher Kriterien überprüfen. Die Qualitätsanforderungen sollen den Eltern gegenüber transparent gemacht werden, damit sie aktiv in die Umsetzung einbezogen werden können.

Lösungswege und Ergebnisse

  • Um den Eltern der Kleinkinder einen umfassenden Einblick in die Verpflegung in der Kinderkrippe zu geben, treffen sich sieben engagierte Vertreterinnen regelmäßig in einem Elterngremium, um an der Verpflegung in der Einrichtung zu arbeiten.
  • Als weiterer Kommunikationskanal wurde eine eigene Pinnwand eingeräumt und mit dem 4-Wochenspeiseplan, einer Ernährungspyramide und Informationen zum Coaching befüllt.
  • Seit Anfang des Jahres gilt der neue Speiseplan in Form zweier 4-Wochenpläne, die jeweils im Sommer und Winterhalbjahr rotieren. Saisonal angepasst werden so der Geschmack der Kinder und das Bedürfnis nach gesunder Ernährung erfüllt.
  • Da der Einrichtung sowohl aus gesundheitlicher als auch aus ökologischer Sicht eine hohe Lebensmittelqualität wichtig ist, wird der Fisch ausschließlich in MSC-Qualität angeboten und auf Putenfleisch wegen langer Transportwege verzichtet. Stattdessen wird Hühner- und Rindfleisch – vorwiegend in Bio-Qualität – bezogen.
  • Um die Mahlzeiten pädagogisch wertvoll zu gestalten, schafft die Kinderkrippe Glasschüsseln zur Selbstbedienung an den Tischen an, damit sich die Kinder ihre Portion selbst auf den Teller schöpfen können. Außerdem wird verstärkt auf die Vorbildrolle des pädagogischen Personals geachtet.
  • Als Verpflegungsleitbild werden die Abläufe und Werte verschriftlicht und die Konzeption der Krippe eingebunden.
"Sowohl die enge Zusammenarbeit mit dem Coach als persönlicher Ansprechpartner und die Termine in der Einrichtung als auch die gemeinsamen Veranstaltungen und der Austausch mit anderen Einrichtungen waren hilfreich für die Umsetzung. Aber auch in der Einrichtung standen alle beteiligten Personen in einem intensiven Kontakt. Die Eltern haben sich ganz besonders engagiert. Ich kann das Coaching allen Kitas weiterempfehlen. Es hilft dabei, die eigene Arbeit und die Essenssituation zu reflektieren und neue Ziele zu erreichen."
Verpflegungsbeauftragte

Kindergarten Mäusenest, Schamhaupten

Logo und Schriftzug Kindergarten Mäusenest
Kindergarten Mäusenest Schamhaupten
Der Kindergarten Mäusenest bietet Platz für circa 125 Kinder ab dem ersten Lebensjahr und befindet sich im östlichen Landkreis Eichstätt in der Gemeinde Altmannstein, Ortsteil Schamhaupten. Die Kinder werden von Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen in zwei Krippen- und fünf Kindergartengruppen betreut.
Seit September 2017 beliefert eine Gaststätte die Einrichtung, die mittlerweile zusätzlich zwei weitere Kindergärten und eine Schule in der ländlichen Umgebung versorgt. Der Kindergarten möchte seine Mittagssituation insgesamt verbessern.

Herausforderungen und Ziele

  • Optimierung des Speiseplans nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und kindgerechte Zubereitung der Speisen
  • Einbindung des Mittagessens in die pädagogische Arbeit der Einrichtung
  • Engere Kommunikation zwischen Speisenanbieter und Kindergarten.

Lösungswege und Ergebnisse

  • Damit die Kinder in Ruhe und mit Genuss zu Mittag essen können, wurde die Essenssituation grundlegend umgestellt:
    • Die Kinder schöpfen sich selbst die Speisen auf ihren Teller und lernen dabei, ihren Hunger und die richtige Portionsgröße einzuschätzen.
    • Die Erzieherinnen, die das Mittagessen betreuen, sitzen mit den Kindern am Tisch und dienen als Vorbild, indem sie mitessen und Tischgespräche anregen.
    • Die Kinder übernehmen Verantwortung und helfen beim Tischdecken und Geschirrabräumen.
  • Die regelmäßigen Treffen von Kindergarten und Speisenanbieter sowie das wöchentliche Feedback zum Speiseplan verstärkt die Zusammenarbeit zwischen den beiden Akteuren.
  • Der Speiseplan wurde an die Empfehlungen der DGE mit Fokus auf mehr vegetarische Gerichten, Vollkornprodukte und einer täglichen Gemüseportion angepasst. Um die Kinder nicht mit einem zu breiten Angebot zu überfordern, ist ein 2-Gänge-Menü eine gute Lösung. Dieses wird durch frisches Obst und Gemüserohkost ergänzt.
"Es war gut, dass jemand von außen einen Blick auf unsere Essenssituation geworfen hat."
Verpflegungsbeauftragte
"Der erste Vor-Ort-Termin, bei dem der Coach bei der Mittagessenssituation dabei war, hat uns den Anstoß gegeben. Die Ideen haben aus uns gesprudelt! Für uns hat sich die Teilnahme am Coaching auf jeden Fall gelohnt."
Verpflegungsbeauftragte
"Den Kindern macht das Essen mehr Spaß und ihnen schmeckt es besser. Auch beim Essen Zuhause merkt man einen Unterschied. Die Kinder sind selbstständiger."
Elternvertreterin
"Wir möchten die Änderungen im Speiseplan auf jeden Fall beibehalten und uns auch in Zukunft im Essensgremium regelmäßig austauschen."
Speisenanbieter

Integrationshort, Ingolstadt

Logo und Schriftzug Pädagogisches Zentrum
Integrationshort Ingolstadt
Der Integrationshort an der Montessorischule gehört zum Pädagogischen Zentrum Ingolstadt. Nach Schulschluss und in den Ferien ganztägig werden rund 140 Kinder und Jugendliche, aufgeteilt auf 7 Gruppen, betreut. Gemäß der Pädagogik Maria Montessoris lernen die Kinder auch im Rahmen des Mittagessens selbsttätig und selbstständig zu handeln.
In der hauseigenen Küche wird nicht für nur die Hortgruppen, sondern derzeit mit insgesamt circa 370 Essen auch noch für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung, sowie zwei Kindergärten und eine Kinderkrippe gekocht.
Da die Räumlichkeiten und Küchenausstattung im Haus zu klein sind und die Essenszahlen langfristig steigen werden, übernimmt ab 2019 ein externer Dienstleister die Verpflegung.

Herausforderungen und Ziele

  • Für die Küche im pädagogischen Zentrum gilt es täglich die Aufgabe zu meistern, Kinder im Alter von 0 bis 16 Jahre zu verpflegen und die jeweiligen Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersstufen zu befriedigen. Dabei sollen sowohl ökologische und soziale Aspekte, als auch wirtschaftliche Aspekte einbezogen werden.
  • Den vielfältigen Anforderungen der unterschiedlichen Altersstufen gerecht zu werden ist eine Gratwanderung.
    • Für Kleinkinder sollen die Speisen gut kaubar und mild gewürzt sein.
    • Kindergartenkinder möchten das Essen möglichst selbstständig einnehmen.
    • Für Jugendliche müssen die Speisen zudem cool und angesagt sein.

Ergebnisse

  • Nach der Überprüfung der Mittagsverpflegung mithilfe des Speiseplan-Checks konnte ein kleiner Verbesserungsbedarf festgestellt werden. Es finden sich nun vermehrt Vollkornprodukte wie Vollkornnudeln und Vollkornbaguette im Speiseplan.
  • Highlight für die Kinder sind Gerichte, die sie sich selbst zusammenstellen können, wie Wraps oder Hamburger, die jetzt neu in den Speiseplan aufgenommen wurden. Damit sich das Lieblingsessen der Kinder gut in den Speiseplan einfügt, soll es in einer vegetarischen Version mit Grünkernbratling oder als Fischburger angeboten werden. Das Essensgremium arbeitet daran, den Fleischanteil insgesamt zu reduzieren.
  • Eine große Rolle spielt im ganzen Pädagogischen Zentrum die Nachhaltigkeit. Auch der neue Speisenanbieter steht für Regionalität und Saisonalität ein. Gemeinsam wird auch noch in Zukunft vermehrt an einer nachhaltigeren Verpflegung gearbeitet.
"Toll am Coaching war, dass man persönlich und individuell vor Ort betreut wird. Praxisnahe Anregungen haben gezeigt, dass es manchmal nur kleine Schrauben sind, an denen gedreht werden muss, um etwas zu verbessern."
Verpflegungsbeauftragte

Kindergarten St. Michael, Pietenfeld

Logo und Schriftzug Kinderhaus St Michael Pietenfeld
Kindergarten St. Michael Pietenfeld
Das Kinderhaus St. Michael in Pietenfeld wurde 2018 um einen Anbau mit einer Kinderkrippe und einem neuen Kinderbistro erweitert. Von den circa 70 Kindern essen bis zu 35 Kinder gemeinsam in der Einrichtung.
In einer offenen Küchenzeile werden die Tiefkühl-Speisenkomponenten zubereitet und frisches Obst und Gemüse als Rohkost ergänzt. Die eigens eingestellte Hauswirtschafterin bereitet das Essen vor, unterstützt das pädagogische Personal während der Mittagsmahlzeit und bringt das Bistro im Anschluss wieder in Ordnung.

Herausforderungen und Ziele

  • Das Kinderhaus St. Michael möchte der Mittagsmahlzeit sowohl im ernährungsphysiologischen als auch im pädagogischen Sinne einen hohen Stellenwert einräumen.
  • Für alle Beteiligten ist die aktuelle Essenssituation in den neuen Räumlichkeiten noch etwas ungewohnt. Um das Mittagessen als pädagogisch wertvolle Zeit zu gestalten, möchte das Kinderhaus St. Michael die Abläufe im neugebauten Bistro sinnvoll einspielen und den Kindern mehr Ruhe und Sicherheit geben.
  • Der Speiseplan soll gesund gestaltet und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt sein.

Lösungswege und Ergebnisse

  • Einfache Maßnahmen verbessern die Essenssituation im Kinderbistro. So gelingt es dem Personal, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Kinder wohlfühlen und gerne essen.
    • Ein zusätzlicher Tisch schafft mehr Platz für die Kindergartenkinder.
    • Zwischen den Essenszeiten der Krippe und des Kindergartens wurden 15 Minuten als "Puffer" eingeplant.
    • Die Kinder beteiligen sich aktiv: Sie decken die Tische, portionieren sich die Speisen selbst auf ihren Teller und räumen das Geschirr nach dem Essen selbstständig ab.
  • Nachdem der Speiseplan-Check auf Basis der Empfehlungen der DGE das Optimierungspotenzial der Mittagsverpflegung aufgezeigt hat, wurde das Angebot an Seefisch, Vollkornprodukten und Gemüse verbessert und neue Gerichte ausprobiert. Beim täglichen Obst- oder Gemüserohkostteller greifen die Kinder gerne zu. Auch Vollkornprodukte kommen als Semmeln vom örtlichen Bäckermobil oder als Vollkornnudeln und -reis gut an.
  • Besonderen Fokus legt die Einrichtung auf die Ernährungsbildung und auf regionale Lebensmittelherkunft. Eine Pädagogin kocht regelmäßig mit den Kindern, die Vorschulkinder lassen Saft aus den selbst gesammelten Äpfeln keltern und im „Naschgarten“ können die Kinder Tomaten beim Wachsen beobachten.
  • An einem Elternabend konnten interessierte Eltern mehr über das Verpflegungskonzept, die pädagogische Gestaltung der Mahlzeiten, den Speisenanbieter und die Lebensmittelauswahl erfahren.
"Der Speiseplan-Check ist ein gutes Hilfsmittel um einen Überblick zu bekommen und das Verbesserungspotenzial des Speiseplans aufzuzeigen. Zudem gehen wir bewusster mit Lebensmitteln um, wir vermeiden Lebensmittelreste und gestalten unseren Einkauf nachhaltiger. Wir können das Coaching jeder Kita weiterempfehlen."
Verpflegungsbeauftragte
"Für uns war es ein sinnvoller Zeitpunkt für das Coaching. Nun können wir viel selbstbewusster mit dem Thema Ernährung umgehen."
Kinderhausleitung