6. Mai 2026, München
Fachtagung 2026 "Gemeinsam isst man besser!"

Grafische Darstellung von Tellern und Besteck


Unsere Fachtagung Gemeinschaftsverpflegung findet einmal im Jahr statt. Sie bietet Ihnen Informationen über aktuelle Themen in der Gemeinschaftsverpflegung und die Möglichkeit zum kollegialen Austausch.

Zielgruppen sind Fach- und Führungskräfte aus Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, Betrieben, Kitas und Schulen sowie alle weiteren Interessierten.

Rückblick Fachtagung Gemeinschaftsverpflegung 2026

Die Fachtagung Gemeinschaftsverpflegung Oberbayern fand am 6. Mai 2026 von 12:30 bis 18:00 Uhr unter dem Motto "Gemeinsam isst man besser" im Kulturzentrum Trudering, Wasserburger Landstraße 32, 81825 München statt.

Gemeinsam isst man besser

Tagungsteilnehmende im PlenumZoombild vorhanden

Videobotschaft der Ernährungsministerin

Rund 130 Fach- und Führungskräfte aus Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen und der Betriebsgastronomie besuchten die Fachtagung „Gemeinsam isst man besser“ Anfang Mai in München-Trudering. In Fachvorträgen und Workshops griffen die Referierenden aktuelle Themen der Gemeinschaftsverpflegung auf und eröffneten Perspektiven zu zukunftsorientierten Lösungen.
Dr. Stephan Lück am RednerpultZoombild vorhanden

Dr. Stephan Lück

Dr. Stephan Lück, stellv. Leiter des Kompetenzzentrums für Ernährung in Kulmbach, beleuchtete in seinem Vortrag, welche Chancen und Herausforderungen die Bayerische Ernährungsstrategie für die Gemeinschaftsverpflegung beinhaltet. Die Ziele sind: mehr regionale und Bio-Produkte in den Küchen einsetzen, die Gesundheit der Bevölkerung fördern, die Wertschätzung stärken und die Vernetzung verbessern. In der Umsetzung sind die Küchen gefragt – angesichts von steigenden Kosten, Personalmangel oder hohen Erwartungen der Essensgäste eine komplexe Aufgabe. Da helfe es, sich untereinander zu vernetzen, zu schauen, was schon gut funktioniere, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Hierbei leisten die Sachgebiete Gemeinschaftsverpflegung in den Regierungsbezirken eine gute Hilfestellung.
Dr. Thomas EllrottZoombild vorhanden

Dr. Thomas Ellrott

Zwischen Appetit und Vernunft
Warum wir anders essen als wir sollten, erfuhren die Tagungsgäste im Vortrag von Dr. Thomas Ellrott, Leiter des Instituts für Ernährungspsychologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Mangelnde Kenntnisse über gesunde Ernährung sei hier nur eines der Hindernisse. Weitere Barrieren seien, erklärte der Experte, fehlende Zeit und Ruhe, kein Durchhaltevermögen und mangelnde Willenskraft. Dies verhindere, dass Zeit und Energie fürs Nachdenken über Essentscheidungen zur Verfügung stünden und so komme das sogenannte intuitive Entscheidungssystem zum Tragen, das es erlaube, schnelle, automatische und emotionale Entscheidungen zu treffen. Das rationale Entscheidungssystem, bei dem wissensbasiert abgewogen wird, tritt hier in den Hintergrund. Um sich bewusst zu machen, was man täglich zu sich nimmt, empfiehlt der Referent, ein Ernährungstagebuch zu führen bzw. sein tägliches Essen mithilfe einer App zu bewerten. Ein gutes Stressmanagement setze zudem Ressourcen frei, um über das Essen nachdenken zu können.
Dr. Klaus FleißnerZoombild vorhanden

Dr. Klaus Fleißner

Neue Kulturarten auf Bayerns Äckern
Um Future Crops – neue Kulturarten, die in Zukunft auf unseren Tellern landen könnten – ging es im Vortrag von Dr. Klaus Fleißner von der Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising. Fleißner stellte anschaulich dar, wie die Durchschnittstemperaturen in Bayern in einigen Jahren aussehen werden und zeigte, welche Kulturarten dann anstatt der jetzigen auf unseren Äckern gedeihen können. Anbauversuche gebe es derzeit zum Beispiel mit Erdnuss, Augen-, Urd- und Mungbohne, Sesam, Reis und Hirsearten.
Zielgruppenspezifische Themen in kleinerem Kreis

Was sich mit Future Crops alles zubereiten lässt und wie lecker Speisen aus Augen- und Urdbohnen, Sesam und Hirse sein können, davon überzeugten sich die Teilnehmenden im Forum „Von Future Crops zu Future Food“. Ein Update rund um Hygiene, Mikroorganismen und Rückstellproben gab es in einem weiteren Forum. Im Forum „Von der Mensa zum Schülerrestaurant“ stellten die Referentinnen heraus, wie gemeinsame Mahlzeiten soziales Lernen und Wohlbefinden fördern. Durchdachte Gestaltung – z. B. Farben, Materialien, Zonierung und Wegeführung – kann Mensen in Wohlfühlorte verwandeln. Entscheidend sei, alle Beteiligten und ihre Bedürfnisse frühzeitig einzubinden.
Einen Überblick über die Bildungsprogramme der Landwirtschaftsämter für Kitas und Schulen im Bereich Alltagskompetenzen konnten sich Interessierte in einem weiteren Angebot verschaffen. Im Forum „Mehr als tüdelig? Demenz verstehen“ hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit nachzuempfinden, wie Menschen mit Demenz sich fühlen. Vom Anziehen bis zum Sich-beim-Essen-bedienen konnten die Gäste erfahren, wie es sich anfühlt, das eigene Unvermögen zu erleben.

Die Teilnehmenden äußerten sich sehr zufrieden über Verlauf und Inhalte der Tagung und auch die Veranstalter, die Sachgebiete Gemeinschaftsverpflegung an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg-Erding und Fürstenfeldbruck, freuten sich über den positiven Verlauf.

Bildergalerie

Ansprechpartnerin

Sibylle Lübke
AELF Fürstenfeldbruck
Kaiser-Ludwig-Straße 8a
82256 Fürstenfeldbruck
Telefon: 08141 3223-1342
Fax: 08141/3223-1555
E-Mail: poststelle@aelf-ff.bayern.de

Email 2: gemeinschaftsverpflegung@aelf-ff.bayern.de