Auf eigene Gefahr
Erholung im Winterwald

Spaziergängerin mit Hund im verschneiten Wald

Jedermann hat das Recht, den Wald zu betreten und sich dort zu erholen. Das erfolgt aber grundsätzlich auf eigene Gefahr. Mit den waldtypischen Gefahren ist immer zu rechnen. Die Corona-Regeln gelten auch im Wald.

Waldtypische Gefahren sind zum Beispiel herabfallende Äste oder gar umstürzende Bäume, Unebenheiten des Bodens oder im Winter Eis- und Schneeglätte auf Waldwegen. Während oder nach extremer Witterung, Nassschnee oder Sturm ist besondere Vorsicht angebracht. Unter normalen Verhältnissen ist das Risiko eines Waldspaziergangs jedoch gering.

Märchenhafter Winterwald

Auch im tief verschneiten Winterwald sind in Stadtnähe erstaunlich viele Menschen unterwegs. Die Bäume schauen jetzt ganz anders aus. Kahl und ohne Blätter stehen die Laubbäume da. Von Schnee überzuckert sind Fichten und Kiefern.

Spuren im Schnee

Auf Waldwegen sind die Spuren der Menschen und der Hunde, die sie begleiten, am häufigsten. Mit etwas Glück findet man aber auch die Spuren anderer Tiere. Denn das Wild ist auch im Winter - meist in der Dämmerung und nachts - unterwegs, um Futter zu suchen.
  • Der Abdruck einer Hundepfote ist leicht zu erkennen: Ein großer Ballen und vier Zehen mit Krallen. Der Abdruck ist eher rundlich - und natürlich je nach Hunderasse unterschiedlich groß.
  • Die Fuchsspur ähnelt der des Hundes. Sie ist etwa 5 cm lang. Beim Fuchs stehen aber die beiden mittleren Zehen im Vergleich zur Hundepfote deutlich vor. Der Abdruck des Fuchses ist dadurch eher oval.
  • In der Nähe von Gewässern macht sich der Biber an Stämmen und Ästen zu schaffen. Sein Fußabdruck wirkt fast wie der einer Hand.
  • Feldhasen setzen erst ihre beiden Vorderpfoten hintereinander in den Schnee und dann die Hinterläufe davor und nebeneinander. Dadurch entsteht ein typisches Muster.
  • In Siedlungsnähe sind im Wald auch Hauskatzen unterwegs. Auch wenn Jäger und Naturschützer das nicht gerne sehen. Der Fußabdruck der Katze ist fast rund. Die Krallen sind eingezogen und daher nicht zu sehen.
Fußabdruck eines Hundes

Hund

Fußabdruck eines Fuchses

Fuchs*

Fußabdrücke eines Bibers

Biber*

Fußabdrücke eines Hasen

Hase

Fußabdruck einer Katze

Katze

Schalenwild

Die größten Wildtiere in unseren Wäldern sind Rehe und Wildschweine. Sie sind Paarhufer. Ihre Hufe - der Jäger nennt sie Schalen - sind geteilt. Das kann man an einer frischen Fährte deutlich erkennen. Der Fußabdruck des Rehs ist etwa 5 cm lang, der eines ausgewachsenen Wildschweins etwa 8 cm.

Fußabdruck eines Rehs

Reh

Fußabdruck eines Wildschweins

Wildschwein

Fotos: B. Stahl * und R. Schörry.

Rücksicht auf Wildtiere

Die Tiere des Waldes sind von Natur aus an den Winter angepasst. Mit der Kälte kommen sie wegen ihres dichten Winterhaares gut zurecht. Nahrungsengpässe überstehen sie, weil sie von ihren Fettreserven zehren und ihre Körper in einen Energiesparmodus versetzen. Jede unnötige Störung zehrt aber an den Kräften und verbraucht sehr viel Energie. Daher sollten Spaziergänger auf den Wegen bleiben. Und Hunde keinesfalls frei herumlaufen.

Weiterführende Links

Empfehlenswert ist die Broschüre "Fährten und Spuren" des DJV, zu finden im Internet.