Im Gemeindewald Alling stand kürzlich die Pflege einer jungen „Forst-Kultur“ im Mittelpunkt.
Fünf Mitglieder der WhatsApp-Gruppe „Die Lustigen Baumpflanzer“ sowie ihr Gründer Christian Eckardt befreiten mittels Freischneider gepflanzte Bäume von bedrängenden Gräsern und Stauden.
Unter Anleitung von Franz Heiß und Martin Metz vom Bauhof Alling sowie der beiden Forstreferendare Konstantin Mülberger und Paul Unkel vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürstenfeldbruck wurden zahlreiche Jungbäume „befreit“. Dadurch erhalten sie wieder ausreichend Licht und Platz, um sich gesund und stabil entwickeln zu können. Für den Einsatz stellten sowohl der Bauhof Alling als auch das AELF Fürstenfeldbruck Freischneidegeräte zur Verfügung. Die Gemeinde Alling sorgte zudem mit einer Brotzeit und Getränken für die Verpflegung der ehrenamtlichen Helfer.
Was einst mit der Idee von Christian Eckardt begann, Bäume zu pflanzen, hat sich inzwischen zu einer engagierten Gemeinschaft aus Freunden und Familienmitgliedern entwickelt. Die erste Pflanzaktion fand 2021 in Hattenhofen statt, bei der rund 1.000 Weißtannen gepflanzt wurden. Seither organisieren sie sich über ihre WhatsApp-Gruppe und unterstützen Pflanzaktionen in der Umgebung. „Man will ja verantwortungsvoll mit dem Wald umgehen“, bemerkt Eckardt. Gerade im Landkreis Fürstenfeldbruck, dessen Waldanteil mit rund 21 Prozent deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt von etwa 35 Prozent liegt, ist dieses ehrenamtliche Engagement von besonderer Bedeutung.
In Alling führte die Gruppe erstmals eine so genannte „Kulturpflege“ mit dem Freischneider durch. Auf der rund 5.000 Quadratmeter großen Fläche hatten die Ehrenamtlichen bereits im vergangenen Jahr Eichen, Linden und Erlen gepflanzt. Doch mit dem Pflanzen der Bäume allein ist es leider nicht getan: Damit sich die jungen Bäume gegen schnell wachsende Gräser, Brombeeren und andere Konkurrenzvegetation behaupten können, müssen sie in den ersten Jahren regelmäßig gepflegt werden. Durch das Freistellen erhalten sowohl die gepflanzten als auch die zusätzlich natürlich aufgegangenen Bäume wieder ausreichend Licht und können sich besser entwickeln. So entsteht Schritt für Schritt ein standortgerechter und widerstandsfähiger Mischwald für die Zukunft.
Für die kommende Pflanzsaison suchen die „Lustigen Baumpflanzer“ noch eine geeignete Fläche. Das AELF Fürstenfeldbruck wird sich weiterhin um passende Einsatzorte bemühen und freut sich über das anhaltende Engagement der Gruppe um Christian Eckardt, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz einen wichtigen Beitrag zum Waldumbau im Landkreis Fürstenfeldbruck leistet.